reine Formsache

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Bei aller Liebe…

Posted on | Juli 17, 2006 | 7 Comments

Ein wenig mehr Realitätssinn würde Manchem gut zu Gesicht stehen, wenn Für und Wider der “Kommerzialisierung” der Blogosphäre debattiert wird.

Was ich dachte, denke ich noch immer:

Für mich ist das Blogdingens in erster Linie ein Technikdingens.

Die Blogosphäre hat m.E. vor allem eines gemeinsam: die Nutzung einer zugrundeliegenden Technologie. Wer auch immer sie zu welchem Zweck nutzt.

Eines sollte man nicht vergessen: In der Blogosphäre findet sich nur die Fortsetzung der Realität mit anderen Mitteln.

Comments

7 Responses to “Bei aller Liebe…”

  1. Rainer Helmes
    Juli 17th, 2006 @ 22:10

    Aus Klein-Bloggersdorf wird Groß-Blogcity. Sobald die Machtfrage ausdiskutiert ist, kehrt wieder Ruhe ein ;-)

  2. Björn Eichstädt - Storyblogger
    Juli 18th, 2006 @ 08:43

    Hi, mein Lieber – hab Dich noch gar nicht aus dem Urlaub zurück begrüßt… :-) Naja, Fortsetzung der Realität mit anderen Mitteln. Ich würde sagen: Mit "noch" sehr begrenzten Mitteln. Da fehlt noch einiges, auch wenn die Einbindung von Audio und Video natürlich schon mal weitere Möglichkeiten bietet. Aber bloggen = leben sehe ich noch lange nicht ;-) Nix für ungut, auch wenn ich bestimmt etwas einseitig interpretiert habe.

  3. Björn Hasse
    Juli 18th, 2006 @ 09:05

    Na, Du hast wenigstens interpretiert! ;-)
    Was ich als "Fortsetzung der Realität" meine, entspricht dem "Pausenhof"-Bild von der Blogosphäre, das hier mal kursierte: Es gibt vielerlei Typen von Bloggern, die zwar noch kein repräsentatives Bild der Gesamtbevölkerung abgeben, aber sich eben doch wie dort auch verkaufen, produzieren, streiten und lieben, die Köpfe heiß diskutieren, und, und, und. Nur, weil manches "Mitglied" des Dörfchens, des Pausenhofes nun eine Arbeitsstelle via Blog fand, die Kanzlerin interviewn durfte oder mit eine Testwagen durch die Lande touren kann, bricht nicht das System zusammen.
    Die Analogie des Lagefeuers, um das hier lauter Freunde sitzen und sich gegenseitig mal pro- und mal entgegenbloggen, war eigentlich in dem Augenblick obsolet, als die ersten Teenager für ihre zwei besten Freundinnen über die doofe Deutschlehrerin schrieben. Klein-Bloggersdorf ist eben nicht beschränkt auf ein paar Netzwerkchen, sondern ein buntes Mischmasch vieler auch in der Realität koexistierender Wesen, die dennoch hier eines gemein haben: ein Blog.

  4. Björn Eichstädt - Storyblogger
    Juli 18th, 2006 @ 09:27

    Schon klar, aber was ist neu daran? ;-)

  5. Björn Hasse
    Juli 18th, 2006 @ 09:46

    Die Aufregung einzelner, "das System" breche aktuell zusammen. Auf Links habe ich bewusst verzichtet, aber wenn ich Dir ein Stichwort nennen würde, wüsstest Du, wo Du nachlesen könntest… ;-)

  6. 50hz
    Juli 18th, 2006 @ 10:24

    Im Zentrum der Debatte steht doch wohl der hochverehrte Don A. Und dem geht es doch gar nicht so sehr um die Kommerzialisierung, sondern um den möglicherweise wirklich bedauernswerten Verlust eines Biotops. Der überwiegende Rest der Meute,… ach ja. Lassen wir das.

  7. Björn Hasse
    Juli 18th, 2006 @ 10:39

    Wie? Du erliest direkt, worum es sich dreht? Hm, Medienbeobachter… ;-)
    Nein, er steht für mich hier nicht "im Zentrum". Und, was seine Aussagen angeht, kann ich als "Spätstarter" diese auch nicht wirklich kommentieren ohne über Dinge zu schreiben, die ich so nicht erlebt habe und/oder sehe.
    Das Biotop, das Lagerfeuertreffen, der Pausenhof – leider halte ich dies größtenteils für herrliche – aber dennoch – Konstrukte. Die Realität ist für mich eine andere. Ja, leider.

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