reine Formsache

Notizen, Alltag, etwas PR, viel Entspannung

Walk the talk?

Posted on | Oktober 23, 2006 | 8 Comments

Nein, ich finde noch nicht die Zeit, regelmäßig zu schreiben. Aber ein kurzes Lebenszeichen muss schon mal sein…

Ja, ich war in der letzten Woche verärgert. Warum? Weil unser Code of Conduct für mich eine unumstößliche Instanz ist. Eine Instanz, nach der ich mich richte und richten muss.

Und natürlich ärgere ich mich, wenn eben dieser Code anderweitig nicht eingehalten, missinterpretiert wird. Warum? Weil ich einhundertprozentig davon ausgehen können will, dass sich eine Versicherung von mir, “Das kann nicht sein, es verstößt gegen den Code.”, nicht als Fehleinschätzung offenbart.

Jetzt gilt – und muss gelten – “Walk the talk“:

We are having our Me2Revolution gang (Rubel, Murray, Gomes etc) go on the road to all of our office to explain our standard for transparency.
We are making this a core part of Edelman University.
We are going to have a central clearinghouse for social media programs.
We will walk the talk!

Dr. Dean ergänzt an der Blogbar:

Tatsächlich glaube ich, dass der einzig gangbare Weg für PR im Blogbusiness in einem glaubwürdigen und nachprüfbaren “walk the talk” besteht. Sollte das tatsächlich geschehen, so ist das auch eine Chance für Teile der PR-Branche.

Ich hoffe, dass dieser Weg gelingt. Und ich glaube, dass dieser Weg gegangen wird. Nicht nur, weil Richard ihn ankündigt, vielmehr, weil die ersten Termine – Schritte – schon fest im Kalender gefixt sind.

Und jetzt bin ich gespannt, wie die Umsetzung angegangen wird. Btw: Dass es so schnell, so verpflichtend läuft, dämpft meinen Ärger. Und es zeigt mir, dass ich nicht der Einzige bin, der sich nicht nur auf den Code berufen, sondern sich auch auf dessen Umsetzung verlassen will.

Comments

8 Responses to “Walk the talk?”

  1. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Unser täglich Link
    Oktober 23rd, 2006 @ 12:00

    [...] Edelman lernt dazu. Auch das ist ein wichtiger Prozess.. Sie könnten ja auch alles hinschmeißen. Es geschieht interne Aufklärungsarbeit, wie Björn erklärt. Bei seinem Blogeintrag kann man übrigens sehr schön zwischen den Zeilen lesen! Die alte Krux Moral und Gesetz. Wir stellen Regeln auf, aber nur wenige halten sich dran. [...]

  2. 50hz
    Oktober 23rd, 2006 @ 12:31

    Ich möchte nicht in Eurer Haut stecken. Aber ab jetzt geht’s ja wieder aufwärts. Hoffentlich.

  3. Björn Hasse
    Oktober 23rd, 2006 @ 12:39

    Davon will und muss ich ausgehen. Das Maximum war für mich erreicht, als ich "Spekulationen" mit dem Verweis auf den Code abgetan habe. Um nachträglich diese als wahr anerkennen zu müssen. Das traf.
    Dann aber a) einen CEO zu haben, der eben diesen Fehler öffentlich eingesteht und b) ein ad hoc-Programm in diesen Dimensionen ankündigt und auch direkt durchzieht, das trifft ebenso. Und lässt mich hoffen.

  4. Don Alphonso
    Oktober 23rd, 2006 @ 14:47

    Tu, der Du eintrittst, alle Hoffnung ab. Ihr (oder bestenfalls Wal-Mart, glaube ich aber nicht) habt weitere Leichen, frag das Washington Office mal nach ihrer Tätigkeit bei Myspace.

  5. Björn Hasse
    Oktober 23rd, 2006 @ 15:00

    Wenn dem so ist, so sollten die Prozesse, die Du "Leichen" nennst, ebenso dem reinigenden und klarstellenden Prozess unterzogen werden, der inzwischen mehr als feststeht.
    Es geht nicht darum, "mit heißer Nadel umzustricken", wie es ein Kritiker dereinst formuliert hat, es geht darum, a) offenzulegen und b) zu verhindern, dass es wieder solche Fälle gibt.

  6. strappato
    Oktober 23rd, 2006 @ 15:25

    Ich habe mir mal den Code angesehen. Sehr ehrenhaft und ambitioniert. Aber ich kann mir vorstellen, dass er im business-Alltag dazu führen kann, dass man luktrative Aufträge ablehnt. Was entscheidet im Zweifelsfall: Markt oder Moral? Ich weiss nicht wie Edelman organisiert ist, aber als Leiter einer business-unit würde ich zum Markt tendieren. Ohne Umsatz kein Job.

  7. Björn Hasse
    Oktober 23rd, 2006 @ 15:37

    Strappato, schön, Dich dazu zu lesen. Warum? Weil ich aus Deinen Kommentaren weiß, wie sehr Du – in der identischen "Industrie" (wenn auch auf anderer "Seite") – an den Codizes festhältst, die sich die Pharmaindustrie auch zur Selbstkontrolle auferlegt. Dadurch bin auch ich in meiner tagtäglichen Arbeit stark "eingeschränkt", wenn es bspw. darum geht, HWG-konform zu agieren. "Markt oder Moral?" kann dabei in meiner Arbeit nicht und nie die Frage sein, es muss immer möglich sein – und das macht hier den Anspruch der PR aus – ausschließlich im Rahmen des Gestatteten zu informieren.
    Und ein wenig kommt es mir vor, als wäre es ein Prozess, der dem in "unserer" Industrie gleichkommt.
    "Markt oder Moral?" darf auch hier nicht die Frage sein. Eine Dehnung von Codizes oder Regeln ist nicht nur unsinnvoll, es stellt auch den Code an sich in Frage.
    Ich weiß, dass "lukrative Aufträge" abgelehnt wurden. Bspw. arbeiten wir weltweit nicht für die Tabakindustrie. Weil es nicht mit unserem Procedere vereinbar ist. Und ergo hoffe ich, dass sich für und in Zweifelsfällen in Bezug auf die Transparenz im Netz Mittel und Wege finden lassen, damit auch hier "Markt oder Moral?" nicht zur Gretchen-Frage wird.

  8. strappato
    Oktober 23rd, 2006 @ 20:51

    Ich erlaube mir einen manuellen Trackback zu sezten:

    http://gesundheit.blogger.de/stories/587680/

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