reine Formsache

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Hörtipp: “Le Voyage de Sahar”

Posted on | Oktober 30, 2006 | 11 Comments

Ich habe – vor nicht allzu langer Zeit – geschrieben, dass ich mir aus der Lust auf neue musikalische Horizonte manche CD bestelle, die mir durch die Empfehlung Anderer interessant erscheint.

Es gibt – bei Amazon – inzwischen den ein oder anderen Rezensenten, dessen Urteil ich beinahe blindlings vertraue. Gut, zumindest dann, wenn auch andere Hörer diese Einschätzungen nicht grundlegend verwerfen.

Eine CD hat es mir nun so sehr angetan, dass ich – statt eines Lesetipps – zum Wochenanfang einen Hörtipp loswerden möchte. Nein, ich verzichte auf eine umfassende Rezension, das können andere besser. Nur ein paar Zeilen, das muss reichen…

Anouar Brahem hat mit “Le Voyage de Sahar” ein Album veröffentlicht, das mich beim ersten Hören durch seine Andersartigkeit leicht verunsichert (Fehlkauf?), beim wiederholten Hören begeistert (fremd und doch eingängig?), inzwischen schlichtweg überzeugt (Tendenz: Ohrwurm) hat.

Anouar Brahem - Le Voyage de Sahar

Der Tunesier Brahem spielt auf seiner Kurzhalslaute Klänge zwischen Jazz und maghrebinischen Weisen und kombiniert seine Ideen mit den Einflüssen seiner Mitstreiter. Auf “Le Voyage de Sahar” spielt Brahem die Tracks mit dem französischen Akkordeonist Jean-Louis Matinierund dem ebenfalls französischen Pianisten François Coutourier ein.

Der Beschreibung

wie eine Fata Morgana am Scheidepunkt zwischen Morgenland und Abendland [...]. Sanft und entspannt, ja fast meditativ gibt Brahem in seinen Kompositionen die Melodien vor, ein komplexes Spiel aus tausendundeiner Möglichkeiten.

stimme ich inzwischen widerspruchslos zu.

Ich bin kein Freund von “Meditationsmusik”, einfach aufgrund subjektiver Urteile, aber wenn ich gerade beim ersten Hineinhören noch stark in diese Richtung dachte, überzeugt mich das Album bei jedem Hören inzwischen aufs Neue.

“Le Voyage de Sahar” hilft nach einem allzustressigen Tag, passt aber auch perfekt am Wochenende als unaufdringlicher Begleiter zu einem guten Buch.

Also: Hörtipp.

Comments

11 Responses to “Hörtipp: “Le Voyage de Sahar””

  1. Björn Eichstädt - Storyblogger
    Oktober 30th, 2006 @ 14:15

    Mit Francois Couturier? Wow! Von dem läuft "Nostalghia" seit einiger Zeit in meinem iPod hoch und runter. Auch so ein Tipp für Dich: http://www.enjoyjazz.de/2004/e13/e1257/index_ger.html

  2. Björn Hasse
    Oktober 30th, 2006 @ 14:44

    Na, das klingt doch gut. Und wieder eine Richtung, in der ich mich mal umsehen sollte. Merci!

  3. Ninifaye
    Oktober 31st, 2006 @ 12:14

    Obwohl extrem frankophob werde ich mich da mal reinhören.
    Gute Hintergrund-Musik gibt es definitiv zu wenig.

  4. Björn Eichstädt - Storyblogger
    Oktober 31st, 2006 @ 12:52

    Zu wenig gute Hintergrundmusik??? Aber echt nicht:

    Ambient 4: on Land, Piano Works, und hier der Supertoptip: Honolulu.

  5. Ninifaye
    Oktober 31st, 2006 @ 14:49

    Ist notiert.

  6. Pöbler.de
    November 6th, 2006 @ 17:44

    Musik und so…

  7. Sebastian
    November 6th, 2006 @ 22:19

    Tja, der letzte Trackback war naturlich Schwachsinn, kannste löschen.

  8. Björn Hasse
    November 7th, 2006 @ 08:42

    :-)
    Ist nicht einfach, mit diesem Zeug…

  9. Andre
    Dezember 6th, 2006 @ 18:21

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Song erst vor ein paar Tagen das erste mal gehört habe. Anouar Brahem legt aber wirklich eine gute Nummer ab. Die Musik ist gerade deshalb etwas fremd, weil sich leider die meisten Gruppen in den Charts fast gleich anhören (z.B. die Teenie-Bands).

    [Link entfernt]

  10. Der Klang des Spams vom “Sound Planet” bei im web gefunden
    Dezember 10th, 2006 @ 10:17

    [...] Ganz einfach: Um Spam! Genauer um mindestens zwei Kommentare – der eine bei Björn und seiner reinen Formsache und der andere hier bei im web gefunden. Und dabei sehen sie doch eigentlich ganz harmlos aus. Doch der Klang des Wohlwollens wird sich verändern, wenn man gelesen hat, wie sie entstanden sind … [...]

  11. reine Formsache » Wenn sich Spammer Mühe geben…
    Dezember 11th, 2006 @ 08:59

    [...] Als ich vor nicht allzu langem über Anouar Brahems Album “Le Voyage de Sahar” geschrieben habe, hatte ich nicht damit gerechnet, überhaupt Kommentare zu lesen. Doch mancher kannte das Album, mancher würde es wohl kennenlernen wollen. [...]

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