Das Wort zum Freitag: Stereotypen
Posted on | März 30, 2007 | 5 Comments
Schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die immer wieder viel besser wissen, was ich – als PR’ler, als Health-PR’ler, als Was-weiß-ich – eigentlich so den ganzen Tag mache.
Gut, dem ist so. Aber eigentlich ist das nicht Neues. Und eigentlich ist das auch recht nachvollziehbar. In der Theorie lässt sich das Arbeiten und Argumentieren mit Stereotypen sogar recht einfach erklären:
Ein grundsätzlich fremder Gegenstand ist zu komplex, besitzt zu viele Ausprägungen und Eigenschaften, die zu schwer nachzuvollziehen, zu erkennen, zu begreifen sind (Bsp.: Wie ist er nun, “der Franzose an sich”?).
Diese Vieldimensionalität macht es für den Betrachter höchst kompliziert, sich darüber ein Urteil zu bilden = je mehr Dimensionen, desto weniger eindeutig fällt das Urteil aus (Bsp.: Wie, “an sich”? Jeder ist anders?).
Ein Stereotyp reduziert die Dimensionen und erlaubt folglich ein extremes Urteil. Es muss dabei nicht der Realität widersprechen – es enthält ein “Fünkchen Wahrheit” , wodurch es den Anschein erweckt, vollkommen wahr zu sein (Bsp.: In Frankreich trinkt man – im Vergleich zum schönen Rheinhessen – eher Rot- als Weißwein. Ergo trinkt “der Franzose an sich” Rotwein. Und sicher beständig. Und eigentlich schon Mittags. Was sage ich!? Morgens!).
Stereotype sind dabei (sehr) dauerhaft und zeigen sich widerstandsfähig gegenüber Veränderungen und Argumenten, weil sie a) unabhängig von eigener Erfahrung und b) emotional geladen sind.
Und weil dies zusammenfassend bedeutet, dass ich Menschen, die stets viel besser wissen, was ich eigentlich so mache, auch nicht unbedingt darauf hinweisen muss, was ich wirklich so mache, muss ich das ja nicht mehr machen.
Schönes Wochenende!
Comments
5 Responses to “Das Wort zum Freitag: Stereotypen”
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März 30th, 2007 @ 11:37
Du bist bestimmt Vegetarier und trägst zuhause Birkenstock, oder ;-)
März 30th, 2007 @ 11:54
Woher weißt Du…? ;-)
März 31st, 2007 @ 13:03
[...] Björn schreibt: Schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die immer wieder viel besser wissen, was ich – als PR’ler, als Health-PR’ler, als Was-weiß-ich – eigentlich so den ganzen Tag mache. [...]
März 31st, 2007 @ 13:38
Ich bin schon froh, wenn ich weiss, was ich mache. Obwohl ich es kaum jemanden erklären kann…
Mai 9th, 2007 @ 10:39
[...] Das andauernde Aufwärmen von Stereotypen? Oh, mein Gott, was sind sie böse, die PR’ler! Hatten wir schon. [...]