Lass uns drüber reden…
Posted on | März 28, 2006 | 5 Comments
Manches wäre so viel einfacher, wenn man die Chancen, die ein Gespräch, ein Dialog bietet, nutzen würde.
Transparency International Deutschland e.V. geht diesen Weg nicht. Sondern droht. Droht in einer Art und Weise, die den Schlag eher vorwegnimmt, anstatt ihn zu beschreiben.
Nicht nur zu Schulzeiten galten die, die eine Konfrontation lieber mit Fäusten anstelle von Worten lösten als etwas Bemitleidenswertes.
Die Unsitte, mit Abmahnungen zu drohen, zeugt davon, dass viele noch nicht einordnen können, wie schnell sich Meinungen und Positionen im Netz bzw. der Blogosphäre aggregieren. Aber selbst wenn urplötzlich ein aggregiertes Interesse vorgefunden wird, weiß man noch nicht, wie damit umgegangen werden soll und kann.
Andreas hatte hierzu vor gar nicht so langer Zeit eine absolut kostenfreie Hilfe zusammengestellt. Eine kleine Liste, wie es gehen könnte, vielleicht auch sollte.
Manch einer der befäusteten Kraftargumentatoren der Schulzeit bemitleidete die “Lass uns drüber reden…”-Philosophie der vielleicht intelligenteren aber doch sicherlich mindestens körperlich schwächeren Mitschüler.
Zumindest solange, bis man ihnen irgendwann beigebracht hatte, dass sich mit einem klärenden Gespräch so vieles so viel einfacher lösen lässt.
Und einen Satz kennt doch jeder, egal ob von Eltern, Lehrern, jedweden Pädagogen: Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.
Comments
5 Responses to “Lass uns drüber reden…”
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März 28th, 2006 @ 16:23
[...] Im Fall Transparency International Deutschland e.v. gilt wohl: Die beste Möglichkeit, eine Krise zu bestehen, ist, anzugreifen. (Nino Cerutti, *1931) [...]
März 30th, 2006 @ 11:28
[...] Danke, dass – nach stumpfen Drohgebärden – schlussendlich das “Lass uns drüber reden!” gewonnen hat. Man muss sich ja auch nicht um alles schlagen. [...]
März 31st, 2006 @ 19:42
Kommunikation ist offensichtlich nicht jedem in die Wiege gelegt und kann auch noch nicht als Schulfach belegt werden.
April 13th, 2006 @ 08:56
[...] Bitte: Hier und dort mal kurz nachlesen, was man da so tun könnte. [...]
Juli 25th, 2006 @ 20:26
Leider gibt es immernoch zu viel unüberlegtes Handeln, auch bei solch großen Seiten / Firmen. Ein Telefonat / Meeting der beiden “Streithähne” hätte sicher ein deutlich besseres Ergebnis erzielt.